Erinnerungen an damals

Am 08.04 2016 sind die Klassen R9b & R9c zusammen mit Herrn Akrami sowie Frau Hippel und Frau Schnoor zur Gedenkstätte des ehemaligen Arbeits- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen gefahren.

Wir haben uns um 10:15 Uhr auf dem Busparkplatz getroffen, der Bus ist dann gegen 10:30 abgefahren.

Gegen 13:15 Uhr kamen wir an der Gedenkstätte an und sogleich begann die Führung. Jede Klasse hatte einen Gruppenleiter. Die Führungen waren jedoch fast identisch.

Als Einführung gab es eine PowerPoint-Präsentation (für die R9b.) Diese behandelte den Aufbau und die Geschichte des ehemaligen KZ. Wir redeten über Anne Frank und das Leiden der ehemaligen Häftlinge etc. Außerdem besprachen wir den Ablauf des Tages.

Danach ging es im Bus zur „Rampe“. Hier kamen damals die Häftlinge mit dem Zug an. Der Gruppenleiter zeigte uns wie schon bei der Einführung viele Bilder und gab uns Berichte von Zeitzeugen. Wir stiegen selber in einen nachgebauten Waggon und konnten die Enge, die damals in diesen Waggons herrschte, ein wenig nachvollziehen.

Von der Rampe aus fuhren wir mit dem Bus wieder ein Stück – um dann auszusteigen. Wir liefen den Weg, den die Häftlinge früher von der Rampe zum KZ gelaufen waren, ein Stück nach. Dabei kamen wir an Ruinenresten der ehemaligen Gebäude vorbei. Wieder erklärte der Gruppenleiter etwas dazu. Ganze Gebäude standen jedoch nicht mehr – diese wurden nach der Befreiung 1945 abgebrannt.

Als wir wieder im Gebäude angekommen waren,gab es eine kurze Pause und somit die Möglichkeit die Toilette zu benutzen, etwas zu essen/zu trinken und sich über das bisher erlebte auszutauschen.

Nachdem die Pause vorüber war gingen wir für 30 Minuten in die Austellung. Wir sahen Interviews von Zeitzeugen, betrachteten Bilder sowie Austellungsstücke. Danach war der Besuch des Friedhofs an der Reihe, für den leider nicht mehr viel Zeit zur Verfügung stand. Wir sahen die Massengräber und einige Gedenksteine, auch den der Anne und Margot Frank. Wieder sprachen wir über die Situation damals und lasen erneut Berichte der Zeitzeugen.

Um 17:30 Uhr war die Führung beendet und wir stiegen in den Bus gen Bad Bederkesa ein.

Ich denke, wir alle haben von diesem Tag wertvolle Eindrücke und auch neues Wissen mitgenommen. Unser Gruppenführer hat uns dieses gut vermittelt.
Was wir aber alle schade fanden war, dass keine Gebäude mehr standen. Diese wurden damals abgebrannt um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Was jedoch viel tragischer als eine Infektionskrankheit wäre, ist das dieser Ort in Vergessenheit gerät.

Judith Behrens, R9b


Image Credit
Christina Schnoor

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