Bodropia, Cornwall – Ein Reisetagebuch in Bildern

15.10.2017, Dünkirchen, Frankreich. Schon einen Tag unterwegs, die erste Hälfte der Hinreise schon geschafft und in der Wartehalle kurz vor dem sicherlich spannendsten Teil der Fahrt: Die Überquerung des Kanals mit der Fähre. Nicht im Bild: Zwei vollgepackte Kleinbusse, 12 Schülerinnen und Schüler und 4 Lehrkräfte der Schule an der Mühle – jetzt unterwegs als Delegation für Beeropia.

16.10.2017, Bodmin, Cornwall, England. Dieses Warnschild, dass sich mancher Schüler vielleicht an der eigenen Zimmertür wünschen könnte, weist auf eine am Bodmin-College gelebte Wirklichkeit hin: „Ab hier keine Eltern oder unbeaufsichtigte Erwachsene.“ Die Schule ist für die Schüler da und Gäste und Besucher sind erst nach Anmeldung willkommen.

16.10.2017, Bodmin-College, Cornwall, England. Schon am ersten Vormittag arbeiteten die Schüler aus den vier Ländern Europias in international gemischten Teams zusammen. Hier erforschten die Schüler spielerisch den Themenkomplex Marketing von Unternehmen.

16.10.2017, Polzeath, Cornwall, England. Am Nachmittag eine Abkühlung für die aufgeheizten Köpfe: Cornwalls Strände sind bekannt für ihre surfbaren Wellen. Aber Felix skeptischer Blick auf dem Foto ist durchaus angebracht. 20 Minuten später brachen die Surflehrer aufgrund der wenig motivierenden Bedingungen den Unterricht ab. Schuld daran war der in einiger Entfernung vorbeiziehende Hurrikan „Ophelia“ der das Wasser so wild in die Bucht peitschte, dass alle Surf-Lernversuche in der Gischt baden gingen.

17.10.2017, Bodmin-College, Studio, Cornwall, England. Die beiden Schülerinnen der Gastgeberschule hatten eine leckere und bunte Geschäftsidee: Jam and Jelly. Insgesamt 24 Schülerunternehmen suchten auf der Arbeitgebermesse nach tatkräftiger Unterstützung und trafen sich zu Bewerbungsgesprächen mit Interessenten aus den Delegationen.

18.10.2017, Bodmin-College, Cornwall, England. Die gewählten Vertreter der Länder hatten darüber hinaus ganz andere Aufgaben zu bewältigen – von repräsentativen Terminen mit Lokalpolitikern über die Vorbereitung der Abschlussveranstaltung bis zur Bewertung der Unternehmen als Jury. In einer Verschnaufpause bereitet sich die Vizepräsidentin von Bodropia hier auf das erste gemeinsame Fernsehinterview der ETV vor.

18.10.2017, Bodmin-College, Bell-Hall, Cornwall, England. Am Nachmittag dann die Erprobung der Geschäftsideen: In der Markthalle zeigte sich, welche Unternehmen tatsächlich Kunden gewinnen konnten und welche nur interessant anzuschauen waren. Bestehen mussten die Teams vor kritischem Publikum – eingeladen waren ihre Mitschüler und ihre Eltern. Die gesammelten Gewinne des Marktes gingen an ein Inklusionsprojekt an der Schule.

19.10.2017, Eden-Project, Cornwall, England. Noch ganz andere Ansprüche an die Konzeption und Herstellung von Produkten lernten die Schüler am nächsten Tag in Eden-Project kennen. In diesem Öko-Projekt dreht sich alles um Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und faire Produktionsbedingungen. Dieses völlig neue Augenmerk wurde von den Schülerteams begeistert aufgenommen und in einem Erfinder-Workshop gleich umgesetzt. Welche Ergebnisse ökologisches Denken bringen können, zeigt Eden-Project anhand seiner eigenen Architektur: Inmitten des nasskalten englischen Klimas wächst unter den durchdacht wärmeisolierten Kuppeln ein subtropischer Regenwald in die Höhe! Mehr Infos unter: Eden Project

20.10.2017, Bodmin-College, Studio, Cornwall, England. Höhepunkt des letzten Tages war die Abschlussfeier mit anschließender Disco. Was die Halle aussehen lässt wie bei einer Generalprobe ohne Publikum, war tatsächlich die Veranstaltung. Nicht im Bild: Alle Schüler, alle Eltern, alle Lehrer. Die warteten nämlich auf dem Schulhof im Regen, bis der schrille Feueralarm wieder ausgestellt war, den die Nebelmaschine ausgelöst hatte. Die gute Laune störte das nicht, anschließend wurde weitergefeiert.

21.10.2017 Dover, England. Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es noch vor Sonnenaufgang auf die Heimreise. Letzte Station auf der britischen Insel waren die berühmten Kreidefelsen von Dover. Was von oben aussieht wie ein besonders schönes Postkartenmotiv, zeigte sich im Hafen als ausgewachsener Sturm mit Wellen bis zu fünf Metern Höhe. So verzögerte sich die Abfahrt unserer Fähre um fünf Stunden und erschöpft erreichten wir unseren Zwischenstopp Dünkirchen erst um Mitternacht.

Im Vergleich dazu war der Rest der Heimreise am nächsten Tag ereignislos und wir erreichten alle wohlbehalten und reich an Eindrücken am späten Nachmittag unseren Treffpunkt in Bremerhaven.

Hier gibt es weitere Informationen und Filme zum Projekt.


Image Credit
Christina Schnoor

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