Schwimmst Du noch oder rettest Du schon?

Ganz neue Bewegungsformen im Wasser lernte die Schwimm-AG am 07. November 2017 durch die DLRG Ortsgruppe Samtgemeinde Bederkesa kennen; Auf dem Programm standen die herausfordernden Disziplinen des Rettungssports. Der Rettungssport erfordert vom Schwimmer weit über die üblichen Schwimmtechniken hinaus großes Geschick im Umgang mit den Rettungsmitteln und Retten eines Verunglückten, simuliert durch eine Rettungspuppe. Dafür gab es reichlich Gelegenheit und Hilfestellung durch die Trainer der DLRG. Die Kooperation wurde erst durch die Weser-Elbe-Sparkasse möglich.

Nur wenige Tage zuvor trafen sich Leistungssportler der DLRG aus ganz Deutschland in Hagen/Westfalen zu den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen. Fotos Deutsche Meisterschaften 2017

Im Vordergrund: die Rettungsmittel.

Folgender Artikel erschien dazu in der der Nordsee-Zeitung:

BAD BEDERKESA. „Sicheres Schwimmen und Sicherheit im Wasser“ heißt ein Projekt des Landesverbandes Niedersachsen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der niedersächsischen Sparkassen. An 280 Aktionstagen mit durchschnittlich 25 Teilnehmern sollen mehr als 7000 Schüler in Niedersachsen darin fit gemacht werden, wie sie sich in Notsituationen im und am Wasser richtig verhalten.

„Ziel des Projektes ist es, den Kindern die Scheu vor dem Rettungsgerät zu nehmen und mögliche Ängste im Zusammenhang mit Wasser durch die Techniken des Rettungsschwimmens abzubauen“, sagt Marco Holze, der gemeinsam mit Ulrike Rüschmann, Randy Fürst und Jens Wierk beim Aktionstag in der Moor-Therme Rettungsbälle und Gurtretter, Rettungsboje und Übungspuppe ausgepackt hat. „Jahr für Jahr sterben Hunderte Menschen beim Baden. Im vergangenen Jahr hat die DLRG 537 Ertrinkungsfälle in Deutschland registriert. 2017 wurden bis August bereits 400 Badetote gezählt.“

Die erste Disziplin für 19 Kinder der Schwimm-AG der Oberschule ist das Schwimmen mit Bekleidung, zu diesem Zweck haben die Nachwuchs-Retter einen Schlafanzug mitgebracht. „Das ist schon anstrengend“, gibt Sebastian zu. „Meine Hose wurde ganz schwer, weil sie sich mit Wasser vollgesogen hatte.“ Dann probieren Max und Kevin, wie ein verunglückter Schwimmer an Land gezogen oder geschoben wird. „Schieben ist schwieriger“, stellt Max fest. „Aber beim Ziehen gerät der Kopf des Verunglückten ganz leicht unter Wasser.“

Sicheres Retten geübt

Auch das Einschätzen von Gefahren während einer Rettung gehört zum Programm. „Bei der Rettung mit dem Ball bringt man sich selbst nicht in Gefahr, denn man muss nicht selbst ins Wasser steigen“, erläutert Jens Wierk. Nathalie holt schwungvoll aus und wirft den Rettungsball. Jule greift das Gerät und wird per Leine sicher an den Beckenrand gezogen. Max schnappt sich die rote Rettungsboje. „Die sieht genauso aus wie die in der Serie ,Baywatch‘, freut sich der Schüler.

Marco Holze ist mit dem Ablauf des Projekttages zufrieden. „Die Kinder haben Selbstvertrauen aufgebaut und spielerisch und mit viel Spaß Rettungstechniken kennen- und anwenden gelernt.“ Dennis Pätzold von der Sparkasse freut sich, dass ein Aktionstag in Beers stattgefunden hat. „Damit geben wir auch den Kindern in der Region die Möglichkeit, Rettungstechniken und Rettungsschwimmübungen zu erlernen.“ In einem zweiten Aktionstag Anfang Dezember werden Schüler des Internatsgymnasiums in die Fluten steigen.

Bei der DLRG Bederkesa wurden in diesem Jahr 10 Juniorretter-Schwimmabzeichen sowie 8 Deutsche Rettungs-Schwimmabzeichen (DRSA) in Bronze, 18 DRSA in Silber und 2 DRSA in Gold verliehen. Die Lebensretter bieten auch regelmäßig Schwimmkurse an. (gsc)

www.samtgemeinde-bederkesa.dlrg.de
(gsc)

Image Credit
Christina Schnoor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.