Hinter den Kulissen der Moortherme

Betriebserkundung mit dem Rotary Club Bederkesa

Am 12. Juni machte sich eine Schülergruppe der siebten Klassen auf den Weg zur Betriebserkundung in die Moortherme. Die Schülerinnen und Schüler dachten, dass es vor allem darum geht, Menschenleben im und am Wasser zu retten. Doch es wurde noch viel faszinierender…

Amanda äußert im anschließenden Gespräch: „Ich fand es sehr interessant, wie die Filteranlagen funktionieren. Besonders beeindruckt war ich von dem Auffangbecken, in dem sich die abgebissenen Styroporschnipsel sammeln, die Kinder aus Poolnudeln oder Schwimmbrettern beißen. Hübsch anzusehen war auch das Becken in dem die Sole lagert, es sieht aus wie ein Glitzer-Bergsee.“

Styropor im Auffangbecken
Salzkristalle aus der Sole

Gesche erinnert sich an noch mehr Fakten: „Es sind erstaunlich, wie viele Liter Wasser in ein Schwimmbecken passen. 2500m³ (ein Kubikmeter fasst 1000 l) Wasser befinden sich in der gesamten Schwimmhalle – plus das in den Filtern und Rohren. Pro Gast werden außerdem täglich 30 l Frischwasser hinzugefügt. 24/7 wird dieses durch Filter gereinigt, die wie die Erdschicht bis zum Grundwasser funktionieren.“

Hanna hat sich die wichtigen Details für die Ausbildung gemerkt: „Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe dauert drei Jahre und ist unterteilt in eine schulische und eine betriebliche Ausbildung. Man wird sofort ins Team integriert. Die Berufsschule findet blockweise jeweils für eine oder mehrere Wochen in Zeven/Rotenburg statt.“

Gesche ist noch ein weiterer spannender Funfact eingefallen: „Im Whirlpool befinden sich übrigens 1,5 m³ Wasser und das Blubbern wird durch eine riesige Maschine hergestellt.“

Fenster zum Schwimmerbecken zur Kontrolle der Wasserqualität

Alle Schüler waren sehr zufrieden mit dem Ausflug und haben einen umfangreichen Eindruck in den Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe erhalten. Er ist vielseitiger und interessanter, als die Schülerinnen und Schüler sich es vorgestellt haben und geht weit über den „Bademeister“ hinaus. „Zuerst dachte ich, man muss nur gut schwimmen können und aufpassen, dass niemand ertrinkt“, formuliert Geraldine. Gesche ergänzt, dass zu dem technischen Knowhow vor allem auch soziale Fähigkeiten während der Ausbildung geschult werden. Man sollte Kunden ansprechen und Aquakurse wie zum Beispiel Aquaspinning oder Wassergymnastik anleiten und durchführen können. Auch Schwimmunterricht gehört neben Reinigungsarbeiten zu den alltäglichen Aufgaben.“

Ein großer Dank an das Team der Moortherme für den spannenden und umfassenden Einblick hinter die Kulissen.

 


Image Credit
Christina Schnoor

Ein Gedanke zu „Hinter den Kulissen der Moortherme“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.