Naturwissenschafts-Tag 2018

Naturwissenschafts-Tag 2018

Sich einen Tag wie echte Forscher und Wissenschaftler fühlen – dazu hatte am 18. Juni 2018 der siebte Jahrgang unserer Schule Gelegenheit:

An unserem diesjährigen „NaWi-Tag“ konnten sich die Schülerinnen und Schüler an Stationen aus den Bereichen Biologie, Mathematik, Chemie und Physik austoben, die von einigen Lehrkräften der Fachbereiche vorbereitet wurden. Eine Woche zuvor wurden den Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Stationen ausführlich vorgestellt, sodass sie sich ihren Neigungen entsprechend zuteilen konnten. Insgesamt konnten die Siebtklässler drei Stationen im Laufe des Vormittags besuchen.

Gefährliche Chemie im Haushalt?

Bei Frau Olnau-Schaddock stand beispielsweise alles im Zeichen „Chemie im Haushalt“. Die Schüler/innen untersuchten gemeinsam, wo ihnen zu Hause verschiedene Säuren und Lösungen begegnen. Vom Backpulver bis hin zur Zitronensäure war alles dabei. Insbesondere einen Rohreiniger nahm die Forschergruppe genauer unter die Lupe: Nachdem eine Schülerin sich mutig von einigen ihrer Haare getrennt hatte, wurde diese zusammen mit einem Stückchen Mettwurst im Reagenzglas zersetzt.

„Das wird ja richtig heiß!“, staunte Sissi aus der O7a. Gesche aus der O7c stimmte hier hustend zu und maß die Temperatur: In wenigen Sekunden hatte das Gemisch über 40°C erreicht! Der Versuch ging noch weiter. Frau Olnau-Schaddock gab ein paar kleine Kügelchen Natriumhydroxid auf ein Stück Aluminiumfolie und tröpfelte ein wenig des Rohrreinigers darauf. In kürzester Zeit hatte sich die Substanz durch das Aluminium hindurch gefressen.

„… und so etwas Gefährliches hat man zu Hause?!“, wunderte sich Alica aus der O7d.

Achtung: Heiß!

Auch bei Herrn Martens konnten die Schüler/innen Interessantes aus der Welt der Chemie erfahren. Unser Schulleiter zückte zunächst ein kleines Fläschchen und fächelte den Forscherinnen und Forschern vorsichtig zu. „Was riecht ihr?“

„Iiiiih, Nagellack!“, meinte Marvin aus der O7c zu erkennen. Luana aus seiner Klasse tippte eher auf Diesel.

„Alle nah dran. Das ist Panthan. Und ihr habt Recht: Das ist ein Hauptbestandteil von Benzin“. Um den Schüler/innen die Gefahren des Stoffes zu verdeutlichen, ließ Herr Martens die Kinder ihn mit Wasser vergleichen. Nach einem „explosiven“ Experiment war klar: Panthan ist dünnflüssiger als Wasser, verdunstet viel schneller … und ist hochentzündlich!

Anschließend demonstrierte Herr Martens mithilfe seines selbstgebauten „Apparats“, welche Kraft Luftdruck entwickeln kann:

Schau mir in die Augen …

Frau Dittrich und Frau Baathe hatten eine Biologie-Station mit einem klitzekleinen Ekelfaktor für mutige Forscherinnen und Forscher vorbereitet: Gemeinsam sezierten sie Schweineaugen und untersuchten den Aufbau des Organs. Einigen Schülern ist es sogar gelungen, die Linse herauszulösen!

Ab ins kühle Nass

Die Station von Herrn Himmighofen war etwas für echte Naturburschen. Gemeinsam mit seiner Schülergruppe machte er sich zunächst auf den Weg zu unserem Schulteich. Dort entnahmen die Schülerinnen und Schüler einige Proben und brachten sie in den Bio-Raum. In der Becherlupe und unter dem Mikroskop wurde die Artenvielfalt des Biotops bestimmt. „Das lebt ja ALLES!“, freute sich Mirco aus der O7d. Nachdem jeder Wasserfloh, jede Libellenlarve, jede Schnecke und sogar ein Teichmolch gezählt waren, brachten die Schüler/innen ihre Forschungsobjekte wieder zurück ‚nach Hause‘.

Gustav Gans & Co.

Eine weitere Biologie-Station war die von Frau Holz, die ihre liebenswerten Hofbewohner mit zur Schule gebracht hatte. Ihre Station verlief unter dem Motto: „Hühner, Gänse und Enten stellen sich vor“. Sie bereitete auf einer Wiese unseres Schulhofs ein Außengehege mit zwei Hühnern, drei Entenküken und einem Gänseküken vor. Nicht nur zum Beobachten, sondern sogar zum Anfassen. Im Klassenzimmer der O7a gab es parallel acht Stationen mit Experimenten zum Thema Geflügel. Dort gingen die Schülerinnen und Schüler Fragen nach, wie man z.B. bei einem Ei die Kalkschale lösen kann, was eine Eierschale eigentlich alles aushält, welche Eigenschaften Federn haben, welche Unterschiede es zwischen Hühner- und Gänseeiern gibt und wie ein Ei schwimmen „lernt“.

Mathematik zum Anfassen

Herr Akrami hatte sich eine Station überlegt, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichte, Mathematik einmal ganz anders zu ‚begreifen‘ – „Mathe zum Anfassen“ wurde dadurch möglich, dass die Kinder aus Strohhalmen, Pfeifenputzern oder Papier geometrische Formen nachbildeten. Im Klassenraum der O7c entstanden so Platonische Körper. Frederike und Lia aus der O7d präsentieren hier einen Ikosaeder:

 

Unser diesjähriger „NaWi-Tag“ war ein voller Erfolg, an dem sich die siebten Klassen einmal so intensiv wie nie zuvor mit naturwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen konnten. Wir freuen uns schon auf´s nächste Jahr!


Image Credit
Dank an Christina Schnoor und Verena Schöning für die Fotos!

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