Abschiedsveranstaltung zum Erasmus-Projekt

Projektwoche endet mit hohem Besuch und großen Emotionen

Eine spannende Woche ist an unserer Schule zu Ende gegangen. Am 17. Mai 2019 zelebrierten die Gastschüler und ihre Lehrkräfte aus Telde, Vouzier und Bodmin gemeinsam mit ihren Gastgebern aus Bad Bederkesa den Abschluss eines umfassenden Projekts. Drei Jahre lang erarbeiteten die Schüler, was zu einer richtigen Staatsgründung und -führung dazugehört. Die selbstgegründeten Staaten Teldropia, Vouzropia, Bodropia und Beeropia empfingen dafür abwechselnd die Schüler und Lehrkräfte ihrer Partnerschulen im jeweiligen Gast-„Staat“. Wie zuvor schon in Spanien, Frankreich und England geschehen, gründeten auch in Bad Bederkesa die Schüler eigene Firmen, entwickelten Marketingstrategien und verkauften auf schuleigenen Märkten ihre selbsthergestellten Produkte.

Zur Eröffnung der Abschlussveranstaltung begrüßte Frau Kerber das Publikum; darunter unseren ehemaligen Schulleiter Benno Martens, welcher als Wegbeschreiter der ersten Schüleraustauschprojekte der Schule an der Mühle anwesend war, Andreas Schulz, der das Comenius- und später das Erasmus-Projekt über mehrere Jahre begleitet und an unserer Schule etabliert hat, sowie alle Austausch-Schüler/innen und -Lehrkräfte herzlich. Anschließend übergab unsere Schulleiterin das Wort an den Ehrengast des Abends, David McAllister, welcher unter anderem lobte, dass das „Erasmus+“-Projekt nicht nur wirtschaftliches Verständnis, sondern auch den Gedanken der europäischen Gemeinschaft verkörpert.

Im weiteren Verlauf des Abends begegnete Herr McAllister den Schülerinnen und Schülern des Erasmus-Wahlpflichtkurses auf Augenhöhe, indem er sich unter anderem in einem Live-Interview ihren Fragen stellte. Auch würdigte der Politiker das Projekt und die Leistungen der Schüler und Lehrkräfte, indem er ein großes Lob an alle Beteiligten aussprach und anschließend die Preisverleihung in folgenden Kategorien vollzog:

Most marvellous marketing
(bestes Marketing)
Ollis Bar
Most creative stand
(kreativster Stand)
Eiscafé Milano
Most innovative product
(einfallreichstes Produkt)
Confederated Souvenirs
Most profitable company
(Firma mit bestem Umsatz)
Crêperino
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Während des Interviews bemerkte David McAllister, dass der Reporter Adam ein Muttersprachler ist und erkundigte sich nach seiner Herkunft. Als klar wurde, dass Adam englische Wurzeln hat, äußerte sich der Politiker sehr positiv über Großbritannien als Teil Europas und dass er einen Brexit insbesondere für die jungen Menschen sehr schade finden würde.

In diesem Zusammenhang eröffnete er außerdem, dass eine Fortsetzung des „Erasmus+“-Projektes bestehen wird – mit oder ohne Brexit 🙂 Genau an dieser Stelle sehe der Politiker die europäische Begegnung als begreif- und erlebbar.

„Viele Kleine sind zusammen so stark wie ein Großer.“

David McAllister, 17. Mai 2019

Im weiteren Gespräch machte der Politiker deutlich, dass er insbesondere durch Projekte wie dieses die Chance sehe, die europäische Denkweise zu etablieren. Die Begeisterung und den Zuspruch für das Staatsprojekt waren ihm daher durchweg anzumerken. Zum Abschluss hielt McAllister noch eine Überraschung bereit: So lud er die Erasmus-Schüler(innen) unserer Schule für das nächste Jahr nach Brüssel ein – um nach „Europia“ einmal erleben zu können, wie eigentlich das „große Europa“ funktioniert – toll!

Nächstes Jahr sollen die Erasmus-Schüler/innen erleben, wie das „große“ Europa funktioniert

Nach der Preisverleihung, einer sehr amüsanten Fotos-Show über die Austauschzeiten und den Dankesreden der Lehrkräfte erlebten das Publikum und alle Projektteilnehmer noch einen weiteren emotionalen Moment: Alle Erasmus-Schülerinnen und –Schüler versammelten sich auf der Bühne, um gemeinsam die Hymne „Europias“ – ihres gemeinsamen Staates – zu singen. Mit wehender Fahne verabschiedeten sich alle Teilnehmer auf rührende Weise voneinander.

Abschließende Worte fand die Lehrerin Judith aus England: „Andreas Schulz´ Energie und Visionen haben uns hier her und zusammengebracht. Und gemeinsam konnten wir hunderten von jungen Leuten diese Ideen näherbringen – Danke!“

In diesem Zusammenhang verabschiedete sich Herr Schulz aus dem „Erasmus+“-Projekt. Mit treffenden Worten entließ er das Publikum zum Buffett:

„Wir machen das alles nur aus einem Grund: EUROPA!“


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Die Fotos hat Frau Schöning gemacht. Sie entschuldigt sich für die schlechte Qualität.